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Candida Symptome – Scheidenpilz

Scheidenpilz durch Candida – Hefen

Eine Scheidenpilzinfektion geht mit Entzündungen der Scheide sowie des Scheideneinganges einher. Primär wird das spezifische Krankheitsbild durch den Erreger „Candida albicans“ hervorgerufen. Da vorwiegend Hefepilze Scheidenpilz auslösen, wird die Erkrankung als „Vulvovaginalkandidose“ bezeichnet. Die Infektion ist an Candida Symptome gekoppelt, die die Lebensqualität der Erkrankten anhaltend negativ beeinflussen.

Laut Gynäkologen besiedeln die „Candida albicans – Hefepilze“ die Scheide von rund 20 bis 30 % der weiblichen Bevölkerung im fortpflanzungsfähigen Alter, ohne dabei Beschwerden zu forcieren. Durchschnittlich erkranken etwa 75 % aller Frauen im Laufe ihres Lebens einmal an einer Pilzinfektion. Bei rund 7,5 % der Frauen im gebärfähigen Alter tritt die Infektion in Form eines chronischen Krankheitsbildes in Erscheinung. Als chronisch gelten Pilzinfektionen, die mindestens vier Mal innerhalb eines Kalenderjahres erkennbar werden.

Candida Symptome sind mit Mechanismen verknüpft, die die Immunabwehr unterlaufen

Candida Hefen nutzen spezielle Mechanismen, die das menschliche Abwehrsystem stören und diese effektiv dauerhaft unterlaufen. Der Erreger Candida albicans, der die Candida Symptome der Scheide hervorruft, gilt als besonders aggressiver Keim.

candida symptomeEine gesunde bzw. intakte Vaginalflora prägt eine hohe Konzentration an Milchsäurebakterien. Demnach wird das gesunde Scheidenmilieu sowohl von Laktobazillen als auch von Döderlein – Bakterien dominiert.

Die verhältnismäßig hohe Anzahl der Milchsäurebakterien forciert ein saures Milieu der Scheide. Der damit verbundene saure pH – Wert bildet eine erregerfeindliche Scheidenflora, die eine konstante Infektabwehr der Intimregion begünstigt. Östrogen fördert nachhaltig die Besiedelung mit Laktobazillen. Daher besitzt das weibliche Geschlechtshormon zielgerichtet das Potential die Herausbildung der Candida Symptome zu verhindern.

Prinzipiell ist der Hefepilz- Befall des Genitalbereichs unproblematisch. Erst in Verbindung mit einem individuell geschwächten Immunsystem, einer gestörten Barrierefunktion von Haut bzw. Schleimhäuten und einer unausgeglichenen Vaginalflora entstehen die typischen Candida Symptome. Ein situativ veränderter Hormonhaushalt generiert Veränderungen der Scheidenschleimhaut. Als Reaktion darauf werden verstärkt Candida Symptome von den betroffenen Patienten ausgebildet. Insbesondere werdende Mütter leiden im Zuge ihrer Schwangerschaft unter einem fortwährend schwankenden Hormonhaushalt. Deshalb sind Schwangere sehr anfällig für die Entwicklung der charakteristischen Candida Symptome.

Hinweis: Schwangere sollten bei Verdacht auf einen Scheidenpilz umgehend Ihren Arzt aufsuchen. Unbehandelte Candida kann ernste Folgen für Mutter und Kind haben.

Zusätzlich erhöht eine medizinische Behandlung mit Breitbandantibiotika das Risiko für eine Scheidenpilzinfektion. Patientinnen, die unter Krankheiten bzw. Zuständen leiden, die permanent die körpereigenen Abwehrkräfte schwächen, entwickeln verhältnismäßig oft Candida Symptome. Eine HIV- Infektion, Leukämie, immunschwächende Medikamente oder eine Chemotherapie maximieren die Wahrscheinlichkeit für die Ausbildung der klinischen Merkmale der Kandidose. Stoffwechselerkrankungen wie etwa „Diabetes mellitus“, gestagenreiche Antibabypillen, falsche oder übertriebene Intimhygiene sowie enge Kleidung aus synthetischen Fasern initiieren ebenfalls Candida Symptome.

Candida Symptome

Die Erkrankung äußert sich über spezielle klinische Anzeichen.

Als unmittelbare Indikatoren für eine Scheidenpilzinfektion bzw. Candida Symptome sind ein unangenehmes Brenn- und Juckgefühl im weiblichen Intimbereich zu verstehen. Vor der Periode intensivieren sich die diesbezüglichen Schmerzen oftmals.

scheideninfektionIm Rahmen einer ausgeprägten Entzündung verursacht die Kandidose erkennbare Schwellungen und Rötungen der Scheidenregion. Ein weißer, dickflüssiger Ausfluss, der unangenehm riecht ist ebenfalls ein charakteristisches Merkmal des Krankheitsbildes. Als Candida Symptome sind ergänzend eine rissige Haut im Genitalbereich, starke Scheidentrockenheit, Hautausschläge der äußeren Genitalien und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu werten.

Die Candida Symptome werden den sexuell übertragbaren Erkrankungen zugeordnet. Männer können sich daher während des Geschlechtsverkehrs mit dem Erreger Candida albicans infizieren, sofern die weilbliche Geschlechtspartnerin über Candida Symptome klagt. Die Weitergabe des genitalen Candida – Befalls ist sogar möglich, wenn die Frau noch keine erkennbaren Candida Symptome aufweist. Männer infizieren sich überwiegend an der Eichel mit den Candida – Hefen. Eine derartige Infektion führt zu einer Eichel- bzw. Vorhautentzündung. In diesem Kontext können sich Bläschen und Pusteln auf den befallenen Regionen entwickeln. Gleichzeitig verspüren die infizierten Männer ein starkes Brennen und Jucken an Eichel und Vorhaut.

Die Diagnose ergibt sich für Mediziner umgehend über die spezifischen Symptome. Für den zuverlässigen Nachweis der Hefepilze entnimmt der Arzt per Wattestab einen Abstrich von der betroffenen Haut oder den infizierten Schleimhäuten. Die Untersuchung des Materials kann direkt mit Hilfe eines Mikroskops erfolgen. Zusätzlich wird unter Verwendung spezieller Nährböden oder molekularer Methoden eine exakte Identifikation des jeweiligen Erregers vorgenommen. Dieses Vorgehen ist essentiell, um stetig wiederkehrende Pilzinfektionen langfristig zu therapieren. Auf diese Weise können die Mediziner analysieren, ob fortwährende Rückfälle der Patienten trotz Medikamentengabe auf eine Resistenz der Hefepilze zurückzuführen sind. Der alleinige Nachweis von Candida – Kulturen ist nicht ausreichend für eine sichere Diagnose. Lediglich wenn der Labornachweis in Verbindung mit klinischen Symptomen vorhanden ist, gelingt eine korrekte Diagnose.

Hinweis: Prinzipiell sollten insbesondere immunschwache Menschen eine Candida – Infektion professionell therapieren lassen, um eine systemische Infektion, bei der das ganze Organsystem geschädigt werden kann, ausschließen zu können.


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