Skip to main content

Scheidenentzündung behandeln

Scheidenentzündung Symptome, Ursachen und Behandlung

Eine Scheidenentzündung, auch Kolpitis oder Vaginitis, ist eine entzündliche Erkrankung der Scheide/Vagina. Sie tritt oft durch Pilze, Bakterien oder Viren auf. Mädchen und Frauen sind im Laufe eines Lebens meist mehrfach von dieser Erkrankung betroffen. Die Erkrankung lässt sich jedoch gut behandeln und verschwindet in der Regel innerhalb weniger Tage vollkommen.

Symptome einer Scheidenentzündung

scheidenentzündungBetroffene Mädchen und Frauen klagen meist über ein unangenehmes Jucken oder Brennen im Scheidenbereich. Die Schleimhaut ist geschwollen. Oft tritt ein verstärkter dickflüssiger, weißer oder körniger Ausfluss auf. Der Intimbereich ist gerötet und fühlt sich wund an. Auch ein fischiger Geruch kann ein Anzeichen für eine Scheidenentzündung sein. Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr hängen ebenfalls oft mit einer Scheidenentzündung zusammen.
Bei derartigen Anzeichen sollte auf jeden Fall ein Facharzt aufgesucht werden. Dieser kann mit einem einfachen Abstrich feststellen, ob sich Bakterien, Pilze oder Viren in der Scheide befinden. Des Weiteren gibt es einen pH-Test, den der Frauenarzt durchführen kann. Mit diesem wird der Säure-Basen-Wert der Scheidenflora gemessen. Er sollte im Normalfall zwischen 4 und 4,5 betragen, also eine deutliche Säure aufweisen. Wenn die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird sie anfälliger für Pilze, Bakterien und Entzündungen.

Ursachen einer Scheidenentzündung

Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Scheidenentzündung begünstigen. Die Erreger werden sehr häufig beim Geschlechtsverkehr übertragen. Gerade beim Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr ist daher auf besondere Sauberkeit und gegebenenfalls den Wechsel des Kondoms zu achten Darüber hinaus können aber auch Pilze und Bakterien aus dem Analbereich für eine Entzündung der Scheide verantwortlich sein. Diese gelangen zum Beispiel durch eine falsche Wischtechnik beim Stuhlgang in die Scheide.

Eine der häufigsten Ursachen für eine Scheidenentzündung sind Scheidenpilze. Diese treten vermehrt bei Diabetikerinnen und schwangeren Frauen auf. Auch Mädchen, die zum ersten Mal ihre Periode bekommen, können von Scheidenpilzen eher betroffen sein.

Die Ursachen sind vielfältig und meist auf eine mangelnde Hygiene zurückzuführen. So können Tampons, die vergessen werden, unsaubere Sextoys, aggressive Waschlotionen oder Waschmittel- und Weichspüler ebenfalls Ursachen für einen Pilzbefall sein. Die Viren, die zu einer Entzündung führen können auch durch Oralverkehr mit Herpesbläschen entstehen.

Tipp: Ebenfalls sind Kondome, enge synthetische Unterwäsche oder Substanzen, die Spermien töten häufige Ursachen für einen Pilzbefall. Vermeiden Sie diese Produkte daher besser.

Behandlung einer Scheidenentzündung

Bei einem Verdacht auf eine Scheidenentzündung ist es dringend erforderlich, einen Arzt aufzusuchen, der die Scheide untersucht. Wird eine Infektion der Scheide nicht behandelt, kann sich die Krankheit ausbreiten und auf Eileiter und Gebärmutter übertragen. Es kann eine chronische Entzündung entstehen, die im schlimmsten Fall zu einer Unfruchtbarkeit führt.

scheidenpilz symptomeDer Arzt stellt fest, ob es sich um Bakterien oder einen Pilz handelt und verschreibt dementsprechende Medikamente. Eine bakterielle Scheidenentzündung wird mittel Antibiotika behandelt, Pilze mit entsprechenden pilztötenden Wirkstoffen. Oft wird auch unterstützend ein Wirkstoff verschrieben, der als Zäpfchen in die Scheide eingeführt wird. Es handelt sich dabei um Milchsäurebakterien, die das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora wieder herstellen.
Wichtig ist weiterhin, dass der Partner mit einbezogen wird und einige Tage auf Geschlechtsverkehr verzichtet wird. Es kann sonst zu einer gegenseitigen Ansteckung kommen und das Ausheilen der Erkrankung wird in die Länge gezogen. Außerdem ist es ratsam, während der Heilung und gleichzeitiger Periode auf das Benutzen von Tampons zu verzichten. Die Scheide wird sonst unnötig gereizt.

Vorbeugung einer Scheidenentzündung

Das Wichtigste ist, auf ein gesundes Gleichgewicht der Scheidenflora zu achten. Das Milieu sollte immer leicht sauer zwischen einem pH-Wert von 4 und 4,5 liegen. Durch die Säure werden die meisten Bakterien und Erreger direkt abgetötet und haben keine Möglichkeit zu überleben. Oft wird das Gleichgewicht durch aggressive Waschlotionen angegriffen. Es empfiehlt sich daher, eine milde Waschlotion zu verwenden, die eigens für den Intimbereich hergestellt wurde.

Die meisten Erreger von Scheidenentzündungen werden jedoch beim Geschlechtsverkehr übertragen. Kondome bieten einen guten Schutz. Vor allem bei einem Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr sollte unbedingt auf Sauberkeit und Hygiene geachtet werden. Die Keime aus dem Darm begünstigen eine Scheidenentzündung.
Durch die Verwendung eines pH-Wert senkenden Gels kann das saure Milieu der Vagina zurück ins Gleichgewicht gebracht werden oder erhalten werden.
Wichtig ist außerdem, auf luftdurchlässige Kleidung und vor allem Unterwäsche zu achten. Luftundurchlässige und synthetische oder zu enge Wäsche begünstigen ein feuchtes warmes Klima, in dem Erreger heranwachsen können. Dasselbe gilt für Slipeinlagen, die oft parfümiert sind und nicht ausreichend Luft an den Intimbereich lassen.


Ähnliche Beiträge