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Scheidenpilz und Blutungen

Blutungen während einer Pilzinfektion

Scheidenpilz, auch Vaginalmykose genannt, ist eine der häufigsten Pilzinfektionen bei Frauen. Vaginalmykose wird in der Regel durch den Hefepilz ausgelöst und verursacht Jucken und Brennen am Scheideneingang sowie an den Schamlippen. Ein weiteres typisches Symptom einer Pilzinfektion ist ein weißlich bis gelblicher und „krümeliger“ Ausfluss welcher optisch an geronnene Milch erinnert.

Eine Vaginalmykose wird in der Regel medikamentös behandelt. Es gibt zahlreiche Präparate die häufig in Kombination über mehrere Tage angewendet werden. So werden die Schamlippen mit Cremes eingecremt und Vaginalzäpfchen in die Scheide eingeführt. Sie hemmen die Ausbreitung der Pilze und stellen das Gleichgewicht der Scheidenflora wieder her.

Hinweis: Beim ersten Auftreten des Scheidenpilz, oder wenn Sie schwanger sind, oder ein schwaches Immunsystem besitzen, suchen Sie bitte immer Ihren Arzt auf.

Wie Sie einen Scheidenpilz erkennen – Symptome

Juckreiz ist oft das erste Anzeichen einer Pilzinfektion. Dabei tritt der Juckreiz lange vor dem eigentlichen Ausbruch der Infektion aus. Im Bereich der Schamlippen und am Scheideneingang brennt und juckt es stark. Die inneren Schamlippen schwellen häufig an. Auch im Bereich der Vulva treten Beschwerden häufig auf.

scheidenpilz blutungVor der Menstruation können sich die Symptome verschlimmern. Der Ausfluss während einer Pilzinfektion ist weißlich bis gelblich und krümelig, außerdem ist er geruchlos. Sollte bei Ihnen der Ausfluss unangenehm riechen (Fischgeruch) deutet dies auf eine bakterielle Infektion hin! In diesem Fall sollten sie einen Arzt um Rat fragen.
Auf der Schleimhaut am Scheideneingang bildet sich häufig ein gräulich-weißlicher Belag welcher sich abwischen lässt. Drunter kommt die rote und entzündete Schleimhaut zum Vorschein.
Die Vaginalmykose kann dazu führen, dass sich auf der Hautoberfläche des Intimbereichs kleine Knötchen bilden. Die Hautoberfläche welche vom Pilz befallen ist zeigt einen rötlichen Ausschlag und fühlt sich heiß an.

Scheidenpilz und Blutungen

Zusätzlich zu den genannten Symptomen können bei einer Infektion mit Scheidenpilz Blutungen auftreten. Diese kommen in der Regel von der gereizten Schleimhaut und sind meist nicht weiter schlimm. Nach dem Abklingen der Infektion sollten auch die Scheidenpilz Blutungen verschwinden. Auch die Behandlung mit Vaginalzäpfchen oder Vaginaltabletten können bei einem Scheidenpilz Blutungen auftreten. Die Scheidenpilz Blutung ist meist sehr gering und hellrot und kommt ebenfalls durch die gereizte vaginale Schleimhaut.

Wenn die Scheidenpilz Blutungen zu stark sind, oder nach Abklingen der Infektion nicht verschwinden, sollten Sie unbedingt einen Gynäkologen aufsuchen um andere Ursachen ausschließen. Sollten außerdem noch andere Symptome wie Durchfall, Schmerzen beim Wasserlassen oder übel reicheren Ausfluss hinzukommen, sollten Sie ebenfalls einen Gynäkologen aufsuchen.
Schmerzen und Scheidenpilz Blutungen können ebenfalls beim Geschlechtsverkehr auftreten. Sie werden durch die gereizte Schleimhaut verursacht. Sollte die Vaginalmykose sich auf die Harnwege ausbreiten, kommen Schmerzen beim Wasserlassen zu den restlichen Symptomen hinzu.

Wie wird eine Vaginalmykose behandelt?

scheidenpilzBei der Behandlung eines Vaginalpilzes kommen Antimykotika zum Einsatz. Das sind Wirkstoffe die speziell gegen Pilze wirken. Antimykotika werden in der Regel lokal und äußerlich angewendet. Nur in seltenen Fällen werden entsprechende Tabletten für die orale Einnahme verschrieben, so etwa in Fällen in denen übliche Methoden nicht wirken.
Mittel gegen Pilzinfektionen erhalten Sie in der Apotheke rezeptfrei und meist als Kombipräparate. Das bedeutet es sind zum Beispiel eine Creme und Vaginalzäpfchen für die gleichzeitige Behandlung enthalten. Die Creme wird dabei im äußeren Schambereich angewendet und die Vaginalzäpfchen oder Tabletten in die Scheide eingeführt.
Je nach Präparat werden die Medikamente nur einmalig, als Drei- oder Sechstagekur angewendet.

Selten kommen sogenannte Antiseptika zum Einsatz. Das sind Wirkstoffe die gegen eine Vielzahl von Keimen, nicht aber speziell gegen Pilze wirken. Antiseptika werden eingesetzt, wenn der Vaginalpilz leicht ausgeprägt oder noch ganz im Frühstadium ist. Bei einer Infektion mit mehreren Krankheitserregern (Mischinfektion) können auch Antiseptika hilfreich sein.

Hinweis: Antiseptische Medikamente enthalten den Wirkstoff Povidon-Jod und werden ebenfalls lokal äußerlich angewendet. Es gibt sie als Salbe, Zäpfchen oder Lösung zu kaufen.

Scheidenpilz Blutungen während der Schwangerschaft

Frauen die schwanger sind erleiden oftmals eine Pilzinfektion. Grund dafür sind große hormonelle Schwankungen. Wenn sie schwanger sind, einen Scheidenpilz mit Blutungen haben, sollten Sie immer Ihren Arzt aufsuchen oder direkt ins nächste Krankenhaus fahren um die Ursache zu ermitteln.


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